Hashimoto-Tyreoiditis: Was tun?

In den letzten Jahren ist die Erkrankung Hashimoto-Thyreoiditis (häufig auch nur Hashimoto genannt) immer weiter in den Vordergrund gerückt. Viele Mitglieder meiner aktiven Community leiden unter den Symptomen und probieren Schritt für Schritt ein Gleichgewicht im Umgang mit der Krankheit und ihrer Ernährung zu finden. In Deutschland sind deutlich mehr Frauen als Männer betroffen. Besonders weibliche Personen im mittleren Alter haben mit der Krankheit zu kämpfen. Das zusätzliche Leid? Das Abnehmen fällt häufig sehr schwer. Ich mach dir direkt mal Mut: Es ist möglich mit Hashimoto die Wunschfigur zu erreichen!

mit Hashimoto abnehmen

Die Auswirkungen auf die Schilddrüse

Bei der Erkrankung handelt sich um eine Autoimmunkrankheit. Das bedeutet, dass der Körper sich selbst attackiert durch eine fehlgeleitete Reaktion des Immunsystems. Grundsätzlich betrifft die Krankheit den ganzen Körper. Eine Schilddrüsenunterfunktion ist lediglich eine Erscheinungsbild von Hashimoto. Diese Auswirkung ist natürlich nicht zu unterschätzen da die  Schilddrüse ist ein lebenswichtiges Organ is. Sie produziert Schilddrüsenhormone, welche essenziell für unseren Stoffwechsel, Kreislauf, die Psyche und das Wachstum sind. Im Falle einer Unterfunktion kommt es also zu einem Mangel von Schilddrüsenhormonen.

Krankheitsverlauf von Hashimoto: Eine stille Entwicklung

Da es sich um eine autoimmun-Krankheit handelt, beginnt der Körper in einem ersten Schritt „ irrtümlich“ Antikörper gegen die Proteine der Schilddrüse zu bilden. Dadurch wird langfristig eine chronische Entzündung der Schilddrüse ausgelöst. Experten nehmen an, dass es eine genetische Veranlagung für die Krankheit gibt. Welche genauen Ursachen der Grund für eine Hahsimoto Erkrankung ist, kann die Wissenschaft heut noch nicht eindeutig aufweisen.

Die Formen eine Hashimoto-Thyreoiditis Erkrankung

In der Medizin wir die antrophe (Schilddrüse schrumpft) und die hypertrophe (Schilddrüse wächst) Form der Schilddrüsenerkrankung unterschieden. Beide führen zur einer Schilddrüsenunterfunktion. Häufig ist es im Anfangsstadium nicht einfach zu erkennen, ob es sich um eine Hashimoto- Thyreoiditis oder um ein Morbus-Basedow handelt. Dafür sind nach ersten Symptomen genauere Untersuchungen notwendig. Hashimoto kann in verschiedenen Schweregraden ablaufen, durch eine optimale Therapie sind viele Menschen aber langfristig Beschwerdefrei.

Klassische Symptome & bekannte Merkmale

Zu Beginn treten kaum Symptome oder Schmerzen auf. Schwere leiden machen sich erst bemerkbar, wenn es bereits zu einer Schilddrüsenunterfunktion gekommen ist. Zu diesem Zeitpunkt treten häufig folgende Symptome auf:

  • Müdigkeit & Schwäche
  • Abgeschlagenheit
  • Konzentration & Gedächtnisschwäche
  • Verstopfung
  • trockene & brüchige Nägel
  • Zyklusstörungen
  • erhöhte Blutfettwerte
  • stark erhöhte Schilddrüsenwerte

Diagnose Hashimoto

Der erste Schritt einer Diagnose ist meist die Kontrollmessung der freien Schilddrüsenhormone fT3, fT4 und die Messung der TSH Werte. Zusätzlich wird mit einer Blutprobe ein Antikörpertest gemacht, welches die Autoimmunrekation gegen die Eiweiße der Schilddrüse messen soll. Ebenfalls eine Ultraschall Untersuchung ist für eine klare Diagnose notwendig. Zusätzliche Feinnadelbiopsien erlauben außerdem zu testen ob überdurchschnittlich viele weiße Blutkörperchen im Gewebe befinden.

Die Schulmedizin bietet heutzutage verschiedene Optionen um die Unterfunktion der Schilddrüse auszugleichen.

Gluten und Hashimoto – Ein heiß diskutiertes Gesundheitsthema

Gluten steht nach aktuellen Forschungsergebnissen unter Verdacht die Autoimmunreaktion bei einer Hashimoto Erkrankung zu verstärken oder sogar auszulösen. Bewiesen ist dies jedoch nicht. Viele Getreidesorten enthalten Gluten ( z. B Weizen, Roggen & Dinkel).

Was ist eine Gluten-Intoleranz?

Gluten ist ein Klebereiweiß, welches bei der Verarbeitung Gliadin und Glutenin entsteht.

Man unterscheidet in der Medizin Gluten-Sensitivität und Zöliakie (Gluten Unverträglichkeit). Bei einer Zölakie wird eine autoimmun bedingte Entzündung des Darms ausgelöst. Bei einer Glutensensitivität gibt es keinen direkten Nachweis von Antikörpern im Blut, die Patienten klagen jedoch über Beschwerden. Menschen, welche an Hashimoto leiden, sind jedoch nicht automatisch Zölakie-Patienten.

Zölakie- & Hashimoto-Patienten

Der Körper lässt von der molekular vergleichbaren Struktur von den Schilddrüsenzellen und dem Protein Giladin, welches in Gluten enthalten ist, verirren.

Sobald also Gluten über die Darmwand im Blutkreislauf angekommen ist, identifiziert der Körper den Stoff als externen Angreifer und bildet Antikörper. Die Antikörper wehren dann das Glutenprotein ab, aber greifen ebenfalls das Schilddrüsengewebe an. Somit entsteht eine weitere Schwächung des Schilddrüsengewebes.

Gluten- Unverträglichkeit in Zusammenhang mit Hashimoto lässt viele offene Fragen. Hashimoto Betroffenen ist zu empfehlen sich mit einem Arzt über eine eventuelle Unverträglichkeit zu unterhalten und ein genaues Vorgehen im Falle einer Zölakie zu besprechen.

Abnehmen mit Hashimoto

Bei vielen Menschen führt Hashimoto-Thyreoiditis zu einer ungewollten Gewichtszunahme. Da es sich um eine schwere Krankheit handelt ist natürlich die individuelle Behandlung der Patienten durch einen Arzt notwendig. Trotzdem ist es auch mit der Erkrankung möglich ein Ernährungs-Gleichgewicht zu finden.

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Tipps für deinen Alltag mit Hashimoto

  • Es scheint so einfach, jedoch liegt häufig ein Einstellungsproblem vor. Entweder, weil die Einstellung von Anfang an nicht stimmt oder weil sie über einen Zeitraum nicht angepasst wurde.
  • Regelmäßigkeit Mahlzeiten sind eine der wichtigsten Grundlagen, denn es erlaubt einen konstanten Blutzuckerspiegel zu halten und dem Körper weitere Belastung zu ersparen. Diese wirken sich ebenfalls positiv auf die Fettverbrennung aus.
  • Da bei Hashimoto-Betroffenen häufig der Gehalt an Vitamin D3 im Körper verringert ist, sollte das Vitamin im Blut gemessen und anschließend in ausreichender Menge zugeführt werden.
  • Besonders wichtig ist außerdem eine entzündungshemmende Ernährung z. B durch die Aufnahme von Spurenelementen (z.B Paranüsse, Champignons) oder Omega 3-Fettsäuren (z.B Lachsöl). Ebenfalls empfehlenswert sind Gewürze mit einer antioxidativen Wirkung (z.B Ingwer, Kurkuma, Zimt).
  • Die Basis der Ernährung sollte auf Gemüse, Proteinreichen Lebensmitteln und zuckerarmen Früchten aufbauen. Bei Gemüse sollte darauf geachtet werden, Brokkoli & Grünkohl vermeiden, denn die enthaltenen Enzyme belasten die Schilddrüse.
  • Präbiotika (Ballaststoffe) und Probiotika sollten in deinem Ernährungsplan eingebaut werden zur Stärkung der Darmflora. Ist diese in Takt fällt das Abnehmen meist leichter und das Wohlbefinden ist besser.
  • Soja vermeiden: Es soll Schilddrüsenhormone im Darm binden, was dazu führt, dass dann weniger Hormone zur Verfügung stehen. Demnach wirkt sich Soja also negativ auf die Schilddrüse.
  • Viel Wasser & Kräutertee ohne Zuckerzusatz ist hilfreich um den Stoffwechseln in Gang zu halten.
  • sportliche Aktivitäten helfen den Stoffwechsel-Kreislauf in Schwung zu halten und somit der Gewichtszunahme und der Krankheit aktiv entgegenzuwirken. Außerdem können HIIT oder Krafttraining helfen deinen Grundumsatz zu steigern und folglich deinen Abnehmprozess anzukurbeln.

Hashimoto ist ein sehr starker Gegner, aber du wirst es trotzdem schaffen dein Wunschfigur zu erzielen! Falls du weitere Informationen für deine Ernährungsumstellung mit Hashimoto benötigst, melde dich gern zu meinem kostenfreien Online Workshop an. Klicke hier und wähle deinen Termin. 

Viele Grüße

Dein Coach Patric